Mineralisierung bei Pferden - die vier häufigsten Fehler

Du hast dich durch unzählige Heuanalysen gewühlt, das Etikett vom fünften Mineralfutter dieser Saison studiert, aber fragst dich immer noch, was du denn jetzt nehmen sollst? Stopp! Bevor du das nächste bunte Päckchen kaufst, weil es „besonders viel Zink" verspricht, ließ erst das hier. Die schockierende Wahrheit ist nämlich, dass die meisten Pferdebesitzer falsch mineralisieren. Sie werfen Geld zum Fenster raus und schaden möglicherweise sogar ihrem Pferd - unwissentlich. Aber keine Panik: Du bist nicht allein mit diesem Chaos.

In diesem Artikel räumen wir auf - mit Halbwissen, Mythen und Zink-Schwankungen. Ich zeige dir, wie du dein Pferd bedarfsgerecht, sicher und nachhaltig mineralisierst. Ohne Doktortitel in Biochemie, aber mit gesundem Menschenverstand und praktischem Know-how.

Warum Mineralstoffe kein “Nice to Have” sind

Du weißt es längst: Mineralstoffe sind das unsichtbare Rückgrat der Pferdegesundheit. Ohne sie geht gar nichts - weder ein funktionierender Muskelstoffwechsel noch stabile Knochen, glänzendes Fell oder ein starkes Immunsystem. Sie sind die stillen Helden im Körper deines Pferdes, die dafür sorgen, dass alle Räder ineinandergreifen. 

Stell dir vor, dein Pferd ist ein Hochleistungsmotor. Das beste Benzin (Heu) nützt nichts, wenn das Motoröl (die Mineralstoffe) fehlt oder minderwertig ist. Früher oder später geht der Motor kaputt - und die Reparatur wird teuer.

Doch warum füttern wir Mineralfutter überhaupt? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: um Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine zu decken. Doch es geht auch noch anders! In der Natur bedienen sich Pferde an einer riesigen Apotheke: Kräuter, Saaten, Rinde, Laub, verschiedene Gräser und Wildpflanzen. Jede Pflanze hat ihr eigenes Nährstoffprofil und ihre besonderen Eigenschaften. Ein Löwenzahn liefert andere Mineralstoffe als Brennnessel und Birkenblätter haben wieder andere Inhaltsstoffe als Hagebutten.

Das Problem heutzutage? Diese natürliche Vielfalt fehlt auf den meisten Weiden und in der Stallhaltung. Wo früher 100 verschiedene Pflanzenarten wuchsen, stehen heute oft nur noch 5-10 Grasarten. Deshalb brauchen wir Mineralfutter als "Backup" - aber eben idealerweise ergänzt durch möglichst viel natürliche Vielfalt.

Die Klassiker im Mengenelement-Bereich

  • Calcium & Phosphor - das Dream-Team für Knochen und Zähne. Aber bitte im richtigen Verhältnis (idealerweise 2:1). Zu viel Phosphor blockiert die Calciumaufnahme, zu wenig macht die Knochen brüchig. Besonders junge Pferde im Wachstum und ältere Semester brauchen hier eine ausgewogene Versorgung.
  • Magnesium - der Entspannungsexperte gegen Muskelverspannungen und Nervenflattern. Auch hilfreich für gestresste Stallkollegen mit Boxennachbarn des Grauens. Magnesiummangel zeigt sich oft durch Schreckhaftigkeit, Muskelverspannungen.
  • Natrium, Chlorid und Kalium - unsere Drei von der Elektrolyt-Tankstelle. Besonders wichtig im Sommer oder bei schwitze freudigen Sportlern. Ohne dieses Trio funktioniert weder die Muskelkontraktion noch die Nervenleitung. Ein Mangel führt schnell zu Leistungsabfall und Erschöpfung.

Die unterschätzten Helden unter den Spurenelementen

  • Zink - für Fell, Haut und Hufe. Ja, alle reden davon – zu Recht. Zinkmangel siehst du sofort: stumpfes Fell, schlechte Wundheilung, brüchige Hufe. Aber Vorsicht vor der Überdosierung - auch das gibt's.
  • Kupfer - für Bindegewebe, Pigmentierung und ein solides Fundament bei Jungpferden. Kupfermangel kann zu Gelenkproblemen und Pigmentstörungen führen. Besonders wichtig: Kupfer und Zink stehen in direkter Konkurrenz zueinander.
  • Selen und Jod - in der richtigen Dosis top, in der falschen Dosis ein Fall für den Tierarzt. Hier ist weniger oft mehr. Selen schützt vor oxidativem Stress, Jod reguliert die Schilddrüse. Aber beide können bei Überdosierung toxisch werden.
  • Mangan, Kobalt, Eisen – wichtig, aber fein dosiert. Besonders Eisen wird oft schon durch Wasser und Heu überversorgt. Zu viel Eisen blockiert die Aufnahme anderer wichtiger Spurenelemente.

Heu ist kein Alleskönner - warum du die Ration prüfen solltest

Ja, gutes Heu ist Gold wert. Aber leider reicht es für eine vollumfängliche Mineralisierung fast nie. Viele Böden sind mittlerweile „ausgelutscht", was sich im Mineralgehalt des Grundfutters widerspiegelt.

Eine Heuanalyse hilft, den IST-Zustand zu ermitteln. Aber selbst mit der Analyse bleibt es eine Kunst, daraus die richtige Ergänzung abzuleiten. Und genau hier beginnt oft der große Irrtum: Viele denken, eine Analyse sei der Heilige Gral. In Wahrheit ist sie nur der erste Schritt einer längeren Reise.

Regional gibt es große Unterschiede. Küstenregionen haben oft zu viel Natrium, Gebirgsregionen zu wenig Jod, industrienahe Gebiete, manchmal zu viel Eisen. Dein Pferd frisst also quasi die Landkarte mit.

Die vier häufigsten Fehler bei der Mineralisierung

Fehler Nr. 1: Ich gebe einfach mal irgendein Mineralfutter

Das funktioniert bei Pferden etwa so gut wie beim Menschen: Stell dir vor, du nimmst einfach jeden Tag eine x-beliebige Tablette - Hauptsache „gesund". Hört sich gut an, wirkt aber nicht zwingend. Jedes Pferd hat individuelle Bedürfnisse, abhängig von Alter, Leistung, Haltung und Grundversorgung.

Fehler Nr. 2: Viel hilft viel

Besonders bei Selen, Eisen oder Jod ist es brandgefährlich. Überversorgungen führen zu Vergiftungen oder blockieren andere Elemente. Das Motto „Doppelt hält besser" kann hier buchstäblich nach hinten losgehen. Mineralstoffe sind keine Vitamin Gummibärchen - hier zählt Sinn und Verstand.

Fehler Nr. 3: Ich kombiniere mehrere Produkte

Willkommen im Cocktail-Labor! Hier das Mineralfutter und dann noch was für Fell und Hufe. Viele Produkte doppeln sich bei bestimmten Elementen - und plötzlich sind es 300 mg Zink, wo 150 mg gereicht hätten. Das ist, als würdest du gleichzeitig drei verschiedene Schmerzmittel nehmen. Mehr ist nicht besser, sondern potentiell gefährlich.

Fehler Nr. 4: Alles auf den Milligramm ausrechnen

Der Klassiker unter den Perfektionisten: Heuanalyse gemacht, Rationsberechnung bis zur dritten Nachkommastelle durchgeführt, Mineralfutter exakt abgestimmt. Sieht wissenschaftlich aus, ist aber realitätsfern. Warum? Weil Heuanalysen immer nur theoretische Durchschnittswerte sind und niemals individuell. Wechselt der Heuballen, ist die ganze Theorie für die Tonne. Dein Pferd frisst das echte Heu vom Feld - mit all seinen natürlichen Schwankungen. Deswegen ist der ganzheitliche Ansatz viel wichtiger als die pingelige Exaktheit auf dem Papier.

Was macht ein gutes Mineralfutter aus?

Ein hochwertiges Mineralfutter ist kein Allround-Produkt, das alles ein bisschen kann. Sondern ein präzise abgestimmter Begleiter. Im Fokus stehen dabei natürliche Mineralisierung und einzeln eingesetzte Nährstoffe. Je nachdem, was das Pferd gerade benötigt. So lässt sich etwa ein organisch gebundenes Zinkchelat gezielt als Kur einsetzen – mit hoher Bioverfügbarkeit und guter Verträglichkeit. Denn der Körper kann organisch gebundene Mineralstoffe meist viel besser aufnehmen und verwerten. Außerdem muss es bedarfsdeckend dosiert sein und sollte nicht überdosiert werden. Wichtig ist auch, dass es frei von unnötigen Füllstoffen, wie Zucker oder Melasse ist - dein Pferd braucht Mineralstoffe, keine Süßigkeiten. Und schließlich sollte es sich problemlos mit dem Grundfutter kombinieren lassen, ohne dass du zum Rechenkünstler werden musst.

Doch jetzt mal Klartext: Viele Pferde bekommen zu viel von dem Falschen und zu wenig von dem Richtigen. Ihnen werden massenweise süße Leckerlis und Nahrungsergänzungsmittel gefüttert, aber die Grundversorgung stimmt nicht. Das ist, als würdest du jeden Tag Schokolade essen, aber nie Gemüse (ich weiß klingt schon verlockend).

Genau deshalb habe ich meine Mineralquelle entwickelt. Sie ist dein Freund & Helfer, die ich aus Praxiswissen und jahrelanger Erfahrung entwickelt habe:

  • Viele wichtige Mengen- und Spurenelemente in einem Produkt
  • Hohe Bioverfügbarkeit 
  • Ohne Zucker, Melasse oder billige Trägerstoffe
  • Für Sportpferde, Freizeitfreunde und Senioren gleichermaßen geeignet

Ein Produkt. Volle Versorgung. Keine komplizierten Mischungen mehr.

Gut zu wissen!

Zink und Kupfer wirken im Körper als Gegenspieler, weshalb sie idealerweise im täglichen Wechsel als Kur gefüttert werden sollten – so ergänzt sich ihre Wirkung, ohne dass eine Überdosierung droht.

Fazit: Schluss mit raten - geh den Mineralstoffweg bewusst

Mineralisierung ist kein Hexenwerk - aber sie verlangt mehr als nur ein gut gemeintes „ich gebe mal was dazu". Es ist wie beim Kochen: Du kannst auch mit Fertigprodukten satt werden, aber ein bewusst zubereitetes Essen schmeckt besser und ist gesünder.

Wer analysiert, vielfältig füttert, individuell ergänzt und auf Qualität achtet, spart sich langfristig Tierarztkosten, Leistungsverlust und viele Frustmomente. 

Wenn du es dir leicht machen und trotzdem das Beste geben willst, dann ist jetzt der Moment gekommen, auf die Mineralquelle umzusteigen. Bestelle deinem Pferd das, was es wirklich braucht.

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