Goldrute für Pferde - Natürliche Unterstützung oder überflüssiges Kraut?

Stell dir vor, du bist ein Pferd und genießt dein Leben auf der Weide. Ab und zu gibt es ein paar Schmeckis und dein Mensch kümmert sich liebevoll um dich. Doch dann merkst du, dass irgendwas nicht stimmt. Dein Bauch wirkt aufgebläht und du bist müde. Vielleicht hast du sogar Probleme beim Wasserlassen.

Erkennst du darin dein Pferd wieder? Vielleicht ist es Zeit für die Goldrute. Denn wenn dein Pferd seinen Wasserhaushalt nicht so richtig im Griff hat oder sich kleine Entzündungen hartnäckig halten, ist es höchste Zeit zu handeln.

Hier erfährst du, wie die Goldrute dein Pferd unterstützen kann, worauf du beim Füttern achten solltest und wann du lieber die Finger davon lässt.

Die unterschätzte Kraft der Goldrute

Die echte Goldrute ist eine robuste Pflanze, die oft am Wegesrand oder auf trockenen Wiesen zu finden ist. Sie hat leuchtend gelbe Blüten, die zwischen Juli und Oktober erscheinen. Oft wird sie als Unkraut abgestempelt. Dabei hat sie eine lange Karriere als Heilpflanze hinter sich.

Seit Jahrhunderten wird sie in der Naturheilkunde als Mittel zur Unterstützung der Nieren- und Harnwege eingesetzt. Kein Wunder, dass auch viele Pferdebesitzer darauf schwören.

Warum ist die Goldrute so interessant für Pferde?

Nierenprobleme sind bei Pferden gar nicht mal so selten. Oft entstehen sie durch fehlende Wasseraufnahme. Denn gerade im Winter trinken viele Pferde zu wenig. Auch eine falsche Fütterung (z. B. zu eiweißreiche Nahrung) oder Vergiftungen wie schimmliges Heu / bestimmte Pflanzen können Auslöser für Nierenprobleme sein. Medikamente wie nichtsteroidale Entzündungshemmer sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Werden diese über einen längeren Zeitraum oder in hohen Dosen verabreicht, können sie die Nieren enorm belasten. Welche Symptome Nierenprobleme zeigen und ob dein Pferd davon betroffen ist, erfährst du hier.

Die Goldrute kann Abhilfe schaffen. Sie ist bekannt für ihre harntreibende, entzündungshemmende und entgiftende Wirkung. Das macht sie besonders interessant, wenn es um die Unterstützung der Nieren und Harnwege deines Pferdes geht. Zudem enthält die Goldrute wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Saponine. Diese können das Immunsystem stärken und wie ein natürlicher Booster für dein Pferd wirken.

Wie unterstützt die Goldrute dein Pferd?

Doch wie genau hilft die Goldrute nun deinem Pferd? Als echter Allrounder unter den Heilkräutern fungiert sie als ein Art pflanzlicher Bodyguard.

  • Harntreibend & Nierenfreundlich
    Dein Pferd trinkt wie ein Kamel, aber pinkelt wenig? Oder es hat immer wieder leichte Blasenprobleme? Die Goldrute kann hier helfen, Entzündungen in den Harnwegen zu lindern und die Ausscheidung von Schadstoffen zu unterstützen. Ihre enthaltenen Flavonoide und Saponine regen die Nierentätigkeit an und sorgen dafür, dass dein Pferd ungewollte Gäste – sprich Bakterien oder Giftstoffe – einfach herausspült. Eine Art Frühjahrsputz für die Harnwege!
  • Antibiotische Wirkung
    Die Goldrute kann durch ihre Stoffe auch Bakterien in Schach halten, welche Harnwegsinfektionen auslösen. Diese kleinen Übeltäter lieben es, sich in der Blase und den Nieren breit zu machen.
  • Entzündungshemmend
    Wenn dein Pferd zu kleinen Entzündungen neigt, kann die Goldrute helfen, diese schneller abklingen zu lassen. Sie wirkt regulierend auf das Immunsystem und hilft, überschießende Entzündungsreaktionen einzudämmen. Gleichzeitig fördert die Goldrute die Durchblutung, sodass betroffene Gewebe schneller regenerieren können. Ein bisschen wie eine pflanzliche Feuerwehr, die Entzündungen löscht, bevor sie sich ausbreiten!
  • Abwehrstärkend
    Dank ihrer sekundären Pflanzenstoffe hilft die Goldrute, das Immunsystem zu unterstützen. Perfekt, wenn dein Pferd mal wieder meint, es müsse sich jede Erkältung aus dem Stall einfangen. Flavonoide wirken antioxidativ und schützen die Körperzellen, während Saponine das Immunsystem aktivieren. So wird dein Pferd widerstandsfähiger gegen Infektionen – ein natürlicher Schutzschild gegen Bazillen und Co.!

Alternative Kräuter wie Birkenblätter wirken ebenfalls harntreibend und fördern die Entgiftung. Dabei sind sie etwas sanfter als die Goldrute.
Auch die Brennnessel unterstützt die Nieren. Zudem regt sie den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Mehr über die Brennnessel erfährst du hier.

Goldrute Pferde füttern - Dosierung und Anwendung

Wie bei allem in der Naturheilkunde gilt: Die Dosis macht das Gift. Zu viel Goldrute kann mehr schaden als nützen – dein Pferd soll ja keine wandelnde Gießkanne werden.

Frische oder getrocknete Goldrute?

  • Frisch füttern?
    Theoretisch ja, aber nur in kleinen Mengen. Und nimm keine Goldrute direkt von einer Wiese am Straßenrand.
  • Getrocknet füttern?
    Besser, denn hier kannst du die Dosierung genauer kontrollieren

Die richtige Dosierung:

  • Großpferde: ca. 30 Gramm pro Tag
  • Kleinpferd / Pony: ca. 15 Gramm pro Tag

Wichtig zu wissen!

Die Goldrute ist kein Dauerfutter! Über 4-6 Wochen reicht völlig aus, da sie stark entwässert. Danach kannst du eine Pause einlegen. Außerdem sollte immer genügend Wasser bereitgestellt werden.

Mögliche Risken der Goldrute

Auch wenn die Goldrute viel Gutes bewirken kann, ist sie kein Allheilmittel. Hier sind ein paar Situationen, in denen du sie lieber nicht füttern solltest:

  • Bei akuten Nierenerkrankungen
    Wenn die Nieren bereits geschwächt sind, kann die harntreibende Wirkung eher schaden als helfen. Kläre das erst mit deinem Tierarzt ab!
  • Trächtige Stuten
    Goldrute ist super – aber nicht für werdende Mamas! Während der Trächtigkeit sicherheitshalber weglassen.
  • Dopingrelevanz
    Goldrute kann als dopingrelevant eingestuft werden. Wenn du also mit deinem Pferd Karriere im Turniersport machen willst, lieber vorher rechtzeitig absetzen – sonst gibt's Stress mit den Schiedsrichtern.
  • Allergien oder Unverträglichkeiten
    Wie bei allen Kräutern kann auch hier eine individuelle Reaktion auftreten – also langsam rantasten, bevor du dein Pferd in ein wandelndes Versuchslabor verwandelst.

Fazit: Goldrute - eine sanfte Hilfe für Nieren- und Harnwege

Die Goldrute kann eine gute natürliche Unterstützung für dein Pferd sein. Sie wirkt entwässernd, entzündungshemmend und krampflösend. Damit ist die Goldrute ein wertvolles Kraut in der natürlichen Pferdefütterung, vor allem wenn du die Nieren- und Harnwege stärken möchtest.

Wichtig ist jedoch, dass die richtige Dosierung beachtet wird. Außerdem solltest du auf die maximale Fütterungsdauer achten und bei Unsicherheiten lieber deinen Tierarzt zu Rate ziehen.

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